Haltungstipps

Wer sich zum Kauf eines Boxerwelpen entschliesst, soll sich zuerst einmal Gedanken darüber machen, dass ein kleiner Welpe, der neu in eine Familie kommt, sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Noch ist er ein komplettes Baby, das in der Regel auch noch nicht stubenrein ist. Auch hat er noch nicht gelernt, alleine zu sein, da er nun plötzlich aus seiner Umgebung, den Wurfgeschwistern und der Mutter herausgerissen wird.

Deshalb sollten Sie in der ersten Zeit, dass heisst idealerweise bis ein paar Wochen nach der Welpenübernahme, immer anwesend sein. Ihr Welpe wird versuchen, immer in Ihrer Nähe zu sein. Gestatten Sie ihm das auch. Nehmen Sie ihren kleinen Boxer in der Nacht neben das Bett, halten eine Hand zu ihm, so, dass er Sie spüren kann.

So wird er dann auch ohne Heimweh zu haben und zu jammern, einschlafen. Schrittweise können Sie dann das Hundebett von der Nähe des Bettes entfernen, bis es letzten Endes ganz aus dem Schlafzimmer entfernt ist, wenn Sie den Hund nicht im Zimmer schlafen lassen wollen.

Erkundigen Sie sich ebenfalls im Fachhandel, was ein Hund als Anschaffungsmaterial alles braucht:

Der Boxer braucht als Welpe wie auch als erwachsener Hund viel Zeit und Aufmerksamkeit, die Sie ihm widmen können müssen. Regelmässige Spaziergänge und anderweitige Bewegung im Freien sind ausgesprochen wichtig für ihn. Der Boxer ist als erwachsener Hund, so ca. ab 1-jährig ein angenehmer Begleiter beim Joggen oder Biken.

Der Boxer wird ein grosser Hund, der nicht zu unterschätzende Platzansprüche stellt. Neben dem regelmässigen Auslauf und Erkunden im Freien braucht der Boxer ebenfalls gewisse Bewegungsfreiheit im Haus, wo er ausgelassen spielen darf. Ausserdem wird ein fester Schlafplatz benötigt, wo sich der Hund sicher fühlt und zu dem er sich jederzeit zurückziehen kann.

Der Boxer ist ein kraftvoller Hund, der in der Wohnung grossen Schaden anrichten kann. Der einzige Weg, um das zu vermeiden, ist eine korrekte Erziehung. Ein Boxer muss lernen, wie er sich zu benehmen hat, sonst entwickelt er sich zu einem Raudi. Erst einmal festsitzende Verhaltensfehler sind später nur noch schwer zu korrigieren. Ein guter Züchter wird Ihnen auch nach dem Kauf noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dies ist wichtig, denn ein gut erzogener und mit fester Hand geführter Boxer ist in jedem Fall ein liebenswertes und wertvolles Familienmitglied.

Haltung

Auch wenn sich Boxer gerne und oft wie Schosshunde benehmen und den Tag auf der Couch oder sogar im Bett verschlafen, heisst das nicht, dass sie nur ständig umhätschelt werden sollten.

Boxer sind Arbeitshunde, lieben die Abwechslung und vor allem gemeinsame Aktivitäten mit ihrer Familie. Boxerwelpen sind sehr verspielt, trotzdem sollten Sie Ihrem Welpen nicht erlauben, unbeaufsichtigt und übertrieben herumzutoben, denn das erhöht das Risiko zur Entwicklung orthopädischer Probleme.

Er liebt Kinder über alles und steht geduldig still um sich streicheln und umarmen zu lassen. Er verfügt über einen sehr ausgeprägten, natürlichen Schutzinstinkt und ist seiner Familie mit Kindern deshalb ein sehr zuverlässiger Beschützer

Daniela Koller
Dipl. Tierpsychologin ATN
Dipl. Tierpflegerin
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